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Er entstand um 1770 im deutschsprachigen Raum und steht meist im 3/4- manchmal auch im 6/8-Takt. Die Bezeichnung “Walzer” kommt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet nichts anderes als “drehen”. Man dreht sich also zusammen mit dem Tanzpartner und folgt einem festgelegten Schrittmuster. Dies geschieht in geschlossener Haltung, jedoch gibt es auch hier teilweise große Unterschiede.

Während in manchen Regionen sich die Köpfe der Tanzpartner sehr nah kommen und die Körper relativ weit auseinander bleiben, verhält sich dies anderswo genau gegenteilig. In den gesellschaftlichen Standardformen tanzt man ihn häufig weit auseinander und nach hinten gebeugt, man kann aber auch beispielsweise mit sehr unterschiedlichen Armfassungen Walzer tanzen. Gerade als Volkstanz bietet er viele Variationen und die gesamte Haltung ist meist viel lockerer. Der Mann muss zum Beispiel nicht unbedingt die Hände der Frau greifen, sondern kann – wie es auch oft gemacht wird – mit beiden Händen den Oberkörper der Frau halten. Diese legt ihre Hände etwa auf die Oberarme oder Schultern ihres Partners. Auf diese Art wird die V-Stellung der Tanzpartner zueinander vermieden und es fällt leichter, sich miteinander zu drehen.

Allerdings gibt es nicht nur die Körperhaltung betreffend, sondern auch bezüglich des Tanzstils, Variationsmöglichkeiten. Im Gesellschaftstanz gibt es zum einen den Walzer in schneller Form – dieser wird am meisten getanzt – oder in langsamer, bei dem auch Figuren eingefügt werden können. Auf Turnieren wird in der Regel die schnelle Form getanzt und gehört zu den Standardtänzen des Welttanzprogramms. Zum anderen gibt es eine Variante, bei der südamerikanische Tanzschritte eingefügt werden, die an den vorherrschenden Takt angepasst sind. Im Volkstanz hingegen gibt es mehr Variationen. Neben dem 3-Takt-, dem 5-Takt-, 8-Takt- und dem 11-Takt-Walzer bestehen Unterschiede je nach Region, in der man sich befindet. Außerdem werden immer wieder andere Tanzarten mit dem Walzer kombiniert, wodurch sich noch mehr Möglichkeiten ergeben.

Auf Turnieren tanzt man den Walzer traditionsbedingt grundsätzlich zu klassischer Musik. Allerdings muss die Musik nur eine Bedingung erfüllen, damit es möglich ist, zu ihr Walzer zu tanzen: Steht sie in einer der beiden genannten Taktarten, ist es nebensächlich, aus welchem Genre sie stammt. So gibt es auch moderne Musik, zu der man sich auf diese Art und Weise bewegen kann.

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